Baumkuchen

Moin 🙂

wenn man in Deutschland von DEM Gebäck spricht, dass typisch für Konditoren ist, dann kann es nur der Baumkuchen sein. Er ist das Symbol des Handwerks und bei einer Meisterprüfung ist er ganz sicher, das Pflichtelement schlecht hin.

Ganz wichtig ist, dass er in der Prüfung nicht in der Form gebacken wird wie hier

Grill

sondern auf der Walze!

Eine Baumkuchen „Maschine“ hat auf der Rückseite, entweder eine offene Flamme (heute meist Gas) und einen beweglichen Arm, auf dem die Walze liegt. Die Walze wird (ein Hoch auf moderne Techniken) nicht mehr manuell gedreht, sondern durch einen kleinen Motor. Jede Teig Schicht wird einzeln aufgetragen.

Walze1

In der Wanne ist der Teig und durch das drehen der Walze wird die Schicht gleichmäßig verteilt (auf dem Foto sieht am recht den kleinen Motor und auf der Rückwand die Heizschlangen (ein Metallschild fällt beim öffnen automatisch davor, damit es halbwegs erträglich wird von der Hitze).

Für die typische Innenansicht, wird nun jede Schicht einzeln gebacken. Dabei muss man darauf achten, dass der Teig wirklich durch gebacken wird, nicht zu dunkel wird und die Schichten gleichmäßig dick sind.

Hier kann man ganz gut erkennen, wie eine Schicht aussieht, die nicht genügend gebacken wurde

Schichten

Bei der Walze besteht die Gefahr, dass der Baumkuchen noch vor der Fertigstellung von der Metallwalze fällt, wenn eine der ersten Schichten nicht vollständig gebacken wurde. Es braucht also schon etwas Übung und Gefühl dafür einen Baumkuchen auf der Walze zu backen.

Wenn alle Schichten aufgetragen und gebacken sind, wird eine dünne Schicht Aprikosen Konfitüre aufgetragen, damit sich die Poren schließen können und der Baumkuchen auch frisch bleiben kann und nicht austrocknet.

Walze2

Einen Tag später wird der Baumkuchen dann noch mit Kuverüre oder Fondant überzogen. Man kann logischerweise einen Baumkuchen auch noch dekorieren, was dann in der Meisterprüfung auch der Fall ist. Wir werden die Vorgabe haben, einen stehenden Baumkuchen zu fertigen, der mind. 40cm hoch ist und passend zu dem gewählten Thema dekoriert ist – also auch da kann man sich gut austoben!

Baumkuchen

Ich persönlich LIEBE Baumkuchen. Schon als Kind war ich begeistert, wenn meine Oma von unserer Verwandschaft aus der DDR echten Salzwedler Baumkuchen zu Weihnachten geschickt bekam. Er muss auch nicht unbedingt auf der Walze gefertig werden und schmeckt aus der Backform mind. genau so gut. Wichtig ist, dass man einen Ofen mit Grill Funktion hat.

Also wer Neugierig geworden ist, dem habe ich mal das hier das Rezept für eine 26er Backform aufgeschrieben:

Nächste Woche geht es dann ran an das Meisterschaustück aus gekochten Zucker gefertigt. Was ganz sicher bedeutet, dass ich wieder viele nette Bilder für Euch machen werde.

xxx

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Kennst Du schon den?

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5Kommentare

  • Schneiderherz

    Unser Hochzeitskuchen war ein Baumkuchen 🙂 Eigentlich hatten wir gar keine extra "Hochzeitstorte" geplant- aber mein Bruder hat uns damit überrascht. Er hat ihn uns geschenkt und oben drauf tronte ein Model aus Marzipan: Das küssende Scheinchenbrautpaar nach Helme Heine (denn das Motiv des Zeichners hatten wir als Einladungskarte verschickt "Na warte, sagte Schwarte")
    *seufz*
    Das ist 1993 gewesen- herrje- ist das lange her!

  • Betty

    Das ist doch eine super Überraschung! Und auch eine klasse Alternative, wenn es mal keine Hochzeitstorte sein soll (und schmecken tut es auch noch lecker)

  • Anonym

    Hallo,
    wieviel Rum wird benötigt?
    2cl oder 4cl?
    Kann ich statt des Weizenpuders auch Mais- oder Kartoffelstärke nehmen?
    Danke für das Rezept.
    LG

  • Anonym

    hallo betty
    ich hätte noch eine frage zum rezept.
    und zwar wieviel rum ich denn benötige
    um das marzipan glatt zu arbeiten?
    oder machst du das einfach nach gefühl?
    ganz toller blog übrigens.
    bin ganz begeistert von dir und deinem
    style.
    andrea

Schreib doch was dazu!